
Wir schreiben Mittwoch, den 21.10.2020

Wir tauchen damit ein, in eine einmalige Welt. Schroffe Felswände, bewachsen mit Farne und Moos. Weit unter uns das tobende, klare und fast schon Diamantgrüne Wasser, welches die Rauheit der Natur, in seiner reinsten Form präsentiert.
Atemberaubend schlängelt sich der ca. 70cm Breite Steg an den Felsen entlang.
Hier unten spürt man die bedingungslose Macht der Natur.
Doch der Weg ist nicht endlos. Reine Gehzeit würde ich mit 4-5 Minuten deklarieren. Doch, man benötigt schon etwas länger, um alles wirklich zu erfassen und auf dem glitschigen Holzsteg und Steinen nicht auszurutschen.
Am Fels erinnern Wassermarken an den Stand von vor einigen Jahren. Für uns fast unfassbar, denn noch vor einer gewissen Zeit würden wir bis zum Hals und daüber hinaus im Wasser stehen.

Aus der Dunklen Klamm heraus gehen wir in die andere Richtung und nehmen völlig andere Eindrücke wahr.
Auch hier tost unter uns der Fluss, aber doch nicht ganz so wie im Dunklen Teil.
Hier zeigt sich uns das Wasser in seiner reinsten Form. Blau, sprudelnd und mitreißend schön.
Ein Tal welches sich uns traumhaft öffnet. Zur reinen Gehzeit kann ich leider nichts sagen, denn die Baustelle naht und wir können nicht weiter.
So drehen wir um und gehen zurück zum Eingang.
Dort erfahren wir von der Sage um die Klamm. Auch diese ist durchweg auf Metalltafeln angebracht und man kann sie nachlesen und erleben. Dies kann man auch auf der Homepage der Klamm nachschlagen.
Wir überlegen jetzt wie es weitergeht. Eigentlich wollten wir durch die Klamm zum Mühlenrundweg wandern.

Wir befinden uns jetzt auf der eigentlichen Tour. Der Mühlenrundweg besticht nicht nur mit seiner besonderen Natur, nein auch Wasser und von Menschenhand geschaffene Plätze sind ein Highlight.
So wandert man auf dem Herzlweg. Liebevoll wurden am Wegrand, hier und da kleine Herzen versteckt. Oft begleitet mit einem Spruch kann man auf Entdeckungstour gehen.
Doch nicht nur Herzen, sondern auch die einzelnen Wegpunkte sind Abenteuer pur. So kommt man an einer alten Mühle vorbei, die durch das Wasser des Schwarzenbachs betrieben wird. Ein tosender Wasserfall, der seinen Ursprung um einige Höhenmeter weiter oben im Gebirge hat, der sogenannte Wimmerfall, der im Winter und zur Schneeschmelze gespeißt wird und tolle Wasserformen entstehen lässt und zu guter Letzt die Frauenhöhle mit im Winter darinnen lebenden Fledermäusen.
Wenn man weiter läuft, kommt man an einer Stelle vorbei, bei der man den Salzberg sehen kann. Alles ist beschildert und auch mit geschichtlichen Daten und Fakten hinterlegt.

Wenn wir den Aussichtspunkt und die Quelle des Schwarzenbachs-Wasserfall erklommen haben, gehen wir nach links weiter zum Winnerfall. Ein Geschichtsträchtiger und mystischer Ort. Denn zum Einen sieht man hier die einzelnen Gesteinsschichten in einem nahezu Naturellem Wirrwarr. Doch auch Eingänge zu einer Höhle die nicht ganz erforscht ist, kann man erkennen. Im Winter verschneit und mit Eiszapfen besetzt ist er jetzt mit Moos überspannt. Hier zeigt sich die reine, unberührte Natur heute abermals.
Reine Gehzeit bis hier her schätze ich auf 1 Stunde, bei normalem Schritt.
Nach der Winkler Mühle geht es etwas steiler durch den Wald nach oben, wo man auf die Wurzeln bei Nässe aufpassen sollte. Allerdings muss man nicht schwindelfrei sein.

Wir befinden uns auf dem Rückweg der in einen Radweg mündet. Dieser führt in 2 Stunden nach Abtenau und wird von uns nur als schneller Gehweg zum Auto benutzt.
Dennoch schauen wir nochmal (kurz nach dem Winnerfall) nach Links und entdecken den Salzberg. Ein Panorama der Superlative.
Nach weiteren 30 Minuten (schneller Schritt) sind wir zurück am Auto.
Bei Fragen schreibt mir einfach hier
Viel Spaß beim Nachwandern und entdecken der kleinen Feinheiten am Wegesrand.
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