
Wir schreiben Montag den 19.10.2020
Wir starten zu unserer 1. Hetbsttour bei 4 Grad Ceclius. Es geht zum Seewaldsee.
Auf der asphaltierten Straße brechen wir ca. 10:10 Uhr auf und schauen einfach mal wie es läuft.
Eine Tour die auch ich noch nie gemacht habe.
Es geht also los zum ersten Wegpunkt.

Erster Wegpunkt nach ca 12 Minuten geschafft. Wir stehen an der Willhelmswand und direkt vor der Willhelmskapelle.
Eine kleine lauschige, aus Holz gefertigte Kapelle, die verträumt im Wald steht.
Man entdeckt Sie allerdings nur, wenn man vom Weg des Seewaldsees abzweigt und über leichten Stock und Stein wandert.
Wir kommen um die Ecke und vor uns liegt nun die verträumte kleine Kirche. Wir gehen zur Tür und schauen ob sie offen ist und siehe da - geöffnet. Innen sehr dunkel, mit kleinen Bänken, niedlich eingerichtet.
Überall hängen kleine Schriftstücke und Bilder. Ob die Kapelle auch nachts geöffnet ist, weiß ich nicht genau. Wenn ja fände ich es allerdings etwas gruselig . Außen ist ein Kreuz, zum Gedenken an einen Verunglückten Bergsteiger.

Wir laufen weiter und können oftmals den Weg nicht richtig erkennen.
Vorbei an bemoosten Steinen scheint uns die Sonne durch die Baumwipfel ins Gesicht. Dieser Wald ist einfach traumhaft schön.
Oft muss man über oder unter umgestürzte Bäume klettern, und das macht den kleinen Abstecher so interessant, der unterhalb der imposanten Willhelmswand verläuft.
Man weiß nie, wenn man um die nächste Ecke läuft, was einem erwartet.
Doch nicht lange und wir kommen bald auf die Straße, die uns weiter zum Seewaldsee führt.
Die anfänglichen 4 Grad sind jetzt sprunghaft in die Höhe geklettert und fühlen sich sehr warm an.
Wir sind zurück auf dem normalen Weg zum See.

Auf der Fahrstraße gehts jetzt weiter Richtung Seewaldsee.
Immer wieder zeigen sich die schneebedeckten Gipfel des Hohen Göll und Purtschellermassives.
Beeindruckt vom Panorama bleiben wir sehr oft stehen und machen Bilder und Videos, denn man kann sich kaum satt sehen. Wir laufen 5 Meter und schon öffnet sich ein völlig neues Panorama.
Hinter uns erhebt sich drohend die Willhelmswand und schüchtert mit ihrer Höhe auf alle Fälle ein.
Die Temparatur steigt jetzt auch rasant an und wir sind fröhlich gestimmt. Immer wieder finden sich kleine Details am Wegesrand. Vor uns liegen ca. 40 Minuten Gehzeit bis zum See.

Als wir um die nächsten zwei bis drei Kurven biegen, kommen wir an den Beginn des Tales.
Endlose Weiten, saftige Almenwiesen eingerahmt von Felswänden.
Wenn wir zurück schauen sehen wir das verschneite Hohe Göll Massiv.
Wir durchlaufen das Tal und entdecken ständig ein neues Panorama.
Ein kleiner Anstieg liegt vor uns, der aber nicht besonders Kondition erfordert.
Diesen gemeistert, eröffnet sich eine Alpenwelt, die kein Maler besser zu Papier bringen könnte.
Zu empfehlen ist diese Tour bei bestem Wetter, denn die Kontraste zwischen grünen Wiesen, blauem Himmel und den Bergen ist traumhaft.

Nachdem wir nun an der Weggabelung (zum See oder zur Auerhütte) angekommen sind und uns für den, nach rechts verlaufenden Weg entschieden haben steht uns ein traumhafter Blick über den See zur Verfügung.
Vor uns breitet sich nun der Seewaldsee aus und zeigt sich in seiner vollen Schönheit, eingebettet in nahezu unberührte Natur.
Atemberaubend liegt er in völliger Ruhe vor uns. Die schneebedecken Gipfel im Hintergrund und der strahlend, unwirklich blaue Himmel unterstreichen die idyllische Kulisse.
Uns fällt die Endlose Ruhe sofort auf. Ein Ort zum Erholen und entspannen bietet sich uns.

Nach einer kleinen Strärkung, direkt am See mit einem kleinen Bootshaus, haben wir uns entschlossen den Rundweg zu gehen.
Wir laufen los, es geht über eine kleine Brücke und ein Anstieg liegt vor uns.
Auf einer eher breiten Straße wandern wir Richtung Auerhütte, die wir auf dieser Route passieren.
Doch plötzlich versperrt uns ein Stahlzaun den Weg. Bisschen irritiert suchen wir die Umleitung und finden diese schließlich. Es geht jetzt rechts nach oben in den Wald. Ein etwas steiler aber kurzer Aufstieg, über bemoosten Stein und Wurzeln.
Oben angekommen und immer nach links orientiert stehen wir vor einem Drehkreuz. Man kann hier jedoch leicht den Weg verlieren, da er eher schlecht ausgeschildert ist.
Durch das Drehkreuz durch, befinden wir uns wieder auf der richtigen Tour und sehen von Weitem die Auerhütte schon.

Hinter einem kleinen Hügel versteckt sich die Auerhütte.
Vor schneebedecktem Gebirge thront sie, umgeben von Almwiesen vor uns und bietet uns einen Platz zum Verweilen.
Ein nettes Team bedient uns und wir genießen einen Wein und Radler bei strahlendem Sonnenschein.
Im Rücken haben wir etwas nach hinten versetzt das Tennengebirge, welches sich imposant vor uns zeigt.
Links im Tal liegt der See in seiner endlosen Ruhe, die uns regelrecht ansteckt.
Trotz des Publikums-Verkehrs an der Hütte herrscht eine Stille, die uns völlig unbekannt vorkommt, jedoch einfach nur herrlich ist.
Doch es geht weiter, und wir laufen auf der Seewaldstraße zurück zum Auto. Ein Letzter Blick zurück ins Tal schließt die Wanderung, mit tollen Eindrücken gebührend ab.

Nach einer 30 minütigen Autofahrt, von St. Kolomann nach Golling sind wir nun am Hotel wieder angekommen.
Wir lassen den Tag bei einem herrlichen Panorama des Tennengebirges ausklingen und bereiten uns schon auf die Tour am nächsten Tag vor.
Insgesamt würde ich die Tour mit 2,5 h reine Gehzeit datieren. Dies ist natürlich vom ersten Parkplatz aus gemessen. Wochentags kann man allerdings bis zum Parkplatz an der Gitschenwand fahren. Dann hat man eine Gehzeit um den See herum von ca. 1 h. Diese Zeitangaben sind ohne Gewähr und für Wanderer mit einem normalen Tempo.
Das war also wieder eine Tour von mir und es hat riesen Spaß gemacht, euch mit auf diese Reise zu nehmen zum Seewaldsee und der Auerhütte.
Viele Grüße Euer Sven
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